Wir wagen heute schonmal einen Blick auf das Abendprogramm am Sportfestsamstag (23.07.22). Nach bunten Treiben tagsüber und dem sportlichen Highlight, dem ad hoc-CUP, zünden wir eine hochkarätige Partyrakete am Abend.
Die FantasyDisco legt dabei den Stimmungsgrundstein, ehe 20:30 die Advance Partyband das Festzelt zum kochen bringt. Für die Freunde der fetten Beats, legt ab 0:30 Uhr smoking tunes auf. Es ist also Kondition gefragt. 😉

Feiert mit Eurem SV Schmölln 1913 ein tolles Sportjahr!
Feiert mit dem größten Verein der Stadt eine Party, von der man noch lange sprechen wird!

Lichterfest

„Licht an!“ heißt es am 12. und 13. August wieder im egapark. Tausende Lichter in unzähligen Farben verleihen dem Gartenpark zum Lichterfest einen ganz besonderen Glanz. Ungewöhnliche und die Fantasie inspirierende Lichtobjekte in vielen Farben und Formen, beleuchtete Objekte im gesamten Parkgelände schaffen mystische Momente. Außerdem gibt es Lichtshows, Musik auf mehreren Bühnen, mobile Künstler, die man beim Spaziergang durch den Park entdecken kann und lauschige Ecken, die zum Träumen und Verweilen einladen. Zwei Sommerabende zum Genießen!

Der Thüringer Zoopark Erfurt im Norden der Landeshauptstadt Erfurt ist der größte zoologische Garten Thüringens.

Auf dem Roten Berg im Norden der Stadt gelegen, bietet der Thüringer Zoopark Erfurt Aussicht auf neuere Teile des über 1250 Jahre alten Erfurt, insbesondere das benachbarte Wohngebiet Roter Berg. Die Gesamtfläche des Zooparks beträgt ca. 63 Hektar, wobei nur ungefähr 48 Hektar zoologisch genutzt werden. Der nicht nutzbare Teil ist ein Landschaftsschutzgebiet, bei dem es sich im Wesentlichen um Trockenrasen handelt.

Erreichbar ist der Zoopark über den öffentlichen Nahverkehr mit dem Bus Linie 30 Haltestelle „Thüringer Zoopark“ oder mit der Straßenbahn Linie 5 vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle „Zoopark“ sowie mit dem Auto, wofür ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sind.

Das Schweinitzer Heimatfest ist ein traditionelles Volksfest mit einmaligem Charakter und einer für Gäste zumeist überraschenden Intensität. Das Heimatfest wird jährlich, immer am 2. Wochenende des Monats Juli gefeiert. Neben Vergnügungspark, Festzelt, historischem Markt und Festumzug   ist sicherlich der ca. 200 Jahre alte Weinkeller mit den darin veranstalteten Festivitäten die Hauptattraktion des Festes.

Der Weinkeller

ist mit etwa 6 m Breite und 40 m Länge für ca. 300 Personen ausgelegt, in den Spitzenzeiten der 3 tollen Tage pro Jahr steppen dort aber schon mal bis zu 500 Mann mit den Kellergeistern um die Wette.
Sie historischen Wurzeln des Heimatfestes gehen in das Jahr 1825 zurück, als für diese Tradition der Grundstein gelegt wurde. Zunächst eigentlich nur als „Schulfest“ der örtlichen Bildungsanstalt für die Schüler gedacht, gewann diese Veranstaltung schnell den Charakter eines Volksfestes und dies sollte sich auch in der Bezeichnung als

„Schul- und Heimatfest“ niederschlagen

Mehrfach wurde der Festplatz gewechselt, bis er sich gegenüber der „Weintraube“ etablierte. Das Schweinitzer Heimatfest erlebte in den letzten Jahren eine Wiederbelebung und den Ausbau alter Traditionen, welche in den Jahren vor 1989 von „Oben“ stark reglementiert wurden. Trotz dieser „Verordnungen“ ließen sich die Schweinitzer davon recht wenig beeindrucken, sie feierten „Ihr“ Heimatfest, ob das anderen gefiel oder nicht. Für Schweinitzer und deren Gäste verkörpert dieses Fest ausgelassene Stimmung im Kreise Gleichgesinnter. Auch ist dieses Fest ein Ort der Wiederbegegnung, denn viele Schweinitzer, die es in die weite Welt verschlagen hat, kommen am 2. Juliwochenende in die Heimat zurück.

Die Ziegenhainer Salatkirmes ist ein Volksfest im Schwalmstädter Stadtteil Ziegenhain. Die von der Stadt Schwalmstadt ausgerichtete Veranstaltung findet am zweiten Wochenende nach Pfingsten statt. Die Ursprünge der Salatkirmes reichen bis ins Jahr 1728 zurück.

Die Ziegenhainer Salatkirmes findet traditionell 14 Tage nach Pfingsten statt. In den Jahren 2020 und 2021 musste sie Coronabedingt ausfallen. Feiern wollen die Verantwortlichen ihre Kirmes wieder vom 15. bis 20. Juni 2022 und am Samstagabend mit einer großen 80er – 90er Party mit der Band Advance aus Weimar!

Wer war Wippertus?

Wigbert, so der richtige Name von Wippertus, war ein benediktinischer Mönch aus dem angelsächsischen Kloster Glastonbury in England und Schüler des Bonifatius. Um 730 kam er in das hessisch-thüringische Missionsgebiet. Er leitete die Schule und war Abt des neu gegründeten Klosters Fritzlar. Nach Wigberts Tod 737 oder 738 wurde er in Fritzlar bestattet.
Der Ruf des Heiligen drang auch in das im 14. Jahrhundert hessisch gewordene Kölleda vor. Da Wigbert zu seinen Missionarszeiten durch weite Teile von Hessen und Thüringen gewandert ist und wohl auch in Kölleda oder Umgebung war, weihten die Bürger Kölledas dem „Heiligen Wigbert“ die 1404 neu erbaute Stadtkirche und erklärten ihn zum Schutzpatron der Stadt. Zu seinen Ehren wird alljährlich das Wippertusfest gefeiert. Traditionell befindet sich das Festgelände rund um das Rathaus und den Wippertusbrunnen.

Die Sage vom Heiligen Wippertus

Als einst in der Kirche zu Fritzlar der Messwein fehlte, ging Wigbert vor die Kirche, pflückte eine Traube und drückte den Saft in den Kelch. Da wurde aus dem Saft Wein. Den Weinkern aber pflanzte er vor die Kirche in die Erde. Aus ihm wuchsen so viele Reben hervor, dass sie in kurzer Zeit eine Laube bildeten.

Wippertus im Stadtwappen von Kölleda

Im Wappen der Stadt Kölleda ist der Heilige Wippertus dargestellt. Er hält in seiner rechten Hand Trauben und in seiner linken einen goldenen Stab. Die Trauben stehen in Zusammenhang mit der >Sage vom Heiligen Wippertus<, in der er den Saft der Trauben von Hand in den Abendmahlskelch drück.
Vor bzw. unter ihm ist ein schwarzes Schild abgebildet, auf dem ein goldener Ast eines Eichenbaumes mit drei goldenen Blättern dargestellt ist. Diese Bild deutet auf den Waldbestand rund um Kölleda hin.

Der Wippertibrunnen

Zum Kölledaer Marktplatz gehört seit alten Zeiten der Wippertibrunnen. Er wurde 1582 errichtet. Nach seiner Fertigstellung holte man die Figur des Heiligen Wigbert aus der Kirche und stellte sie auf das Podest mitten im Brunnen.
So ist der Wippertibrunnen zu einem Wahrzeichen der Stadt Kölleda geworden.
vgl. Koelleda.de

Walpurgisnacht im Harz: Hexen dürfen wieder fliegen!

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie stehen die Zeichen 2022 für die Rückkehr größerer Veranstaltungen gut. Vielerorts in Sachsen-Anhalt laufen dazu bereits Planungen. So auch in Wernigerode im Harz, wo die Walpurgisnacht am 30. April wieder steigt.

Laut Veranstalter dürfen sich Besucher rund um den Brocken auf ein dreitägiges abwechslungsreiches Programm freuen. Das lange Walpurgis-Wochenende in Wernigerode beginnt schon am Freitag. Die Bühnenshow am Samstag auf dem Nicolaiplatz mit der Band Advance aus Weimar ist ein Höhepunkt des Programms.

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Walpurgis im Harz: Der Name Walpurgis wird auf die Heilige Walburga, einer Äbtissin aus England, zurückzuführen, da ihre Heiligsprechung an einem 01. Mai stattfand. Mit Hexerei hatte sie jedoch nichts zu tun. Der Tradition nach trafen sich die „Hexen“ in der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai auf dem „Blocksberg“, dem Brocken, und feierten das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings.

Wernigerode VA Kalender

PARTY AUF 3 TANZFLÄCHEN

Nach 2 Jahren Lockdown soll endlich auch wieder getanzt werden. In Kooperation mit der Schützenhaus Eventgroup aus Großenhain präsentieren wir die neue Ü30 PARTY auf 3 Tanzflächen im kompletten Zentralgasthof Weinböhla.

Es wird getanzt und gefeiert in allen Räumlichkeiten der wunderschönen Location. Genießen Sie kühle Drinks an der Gin Tonic Bar, oder flanieren zwischen den einzelnen Tanzflächen. Lounge-Bereiche zum verweilen, genießen und plaudern werden extra für dieses Event installiert.

Wir öffnen ab 20.00 Uhr die Türen. Wir empfehlen dringend den Kartenvorverkauf zu nutzen. Loungebereiche für bis zu 10 Personen können auch direkt im Vorfeld gebucht werden.

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BALLSAAL – Liveband „Advance“ 80er & 90er Hits
Support: DJ Würfelzucker

Unser Brauchtum

Die Ursprünge des Pfingstfestes reichen zurück bis in die altgermanische Mythologie. Die Religion der alten Germanen war eine reine Naturdichtung. Die Kräfte der Natur wurden von ihnen personifiziert und auf diese Weise schuf sich germanische Phantasie und Gemütstiefe eine Götterwelt, geheimnisvoll und tiefgründig, wie kaum ein anderes Volk.

Ihre Götter wohnten nicht in steinernen Tempeln, sondern draußen in den tiefen, dunklen und schier undurchdringlichen Wäldern. Geheimnisvolle Waldschluchten, Lichtungen und verwitterte, sturmumwehte Höhen waren die Orte, wo sie ihren Göttern Opfer darbrachten. Noch lange nach der Christianisierung fühlten sich unsere Altvordern zu ihren alten heidnischen Göttern hingezogen und noch viel länger hielten sich die alten heidnischen Sitten und Gebräuche, wie eben unser Pfingstfest bis auf den heutigen Tag.

Immer wieder kann man in alten Schriften nachlesen, dass sich bei der Bekehrung zum Christentum gerade die Sachsen besonders schwer taten. Schon der Indiculus, das war das Verzeichnis der abergläubischen Bräuche, erwähnt um 800 u.Z. einen heidnischen Umzug in zerrissenen Kleidern und Schuhen, den die Sachsen „Yrias“ nannten. Mit Yrias bezeichneten sie den Umzug zur Vertreibung des Winters. Und seit dieser Zeit fanden sich immer wieder auch hier in Hergisdorf heimatverbundene und bodenständige Burschen, die den alten Brauch weiter leben lassen und jedes Jahr neu beleben.

Die Pfingstgesellschaften der Grunddörfer kann man völlig zu Recht als die ältesten Heimatvereine hier im Mansfelder Revier bezeichnen. Ab wann es nun eine wirklich fest organisierte Pfingstgesellschaft gab, darüber schweigt die Geschichte verbissen. Bekannt ist allerdings, dass im Hergisdorfer Kirchenbuch bereits im Jahre 1620 vermerkt wurde, dass der damalige Pastor Jacob Seifert (oder Seyffert) seinen Obolus für die Pfingstmaie bei den jungen Burschen entrichtet hatte.

Der Pfingsttanz wird von alters her von jungen Burschen des Dorfes veranstaltet. Der Amtmann allerdings, ist in der Regel ein älterer und verheirateter Mann. Früher wurde der erste Vorstand, der Einschenker, der Amtmann sowie drei weitere Vorstandsmitglieder jährlich gewählt. Heute treten die genannten Vorstandsmitglieder alle vier Jahre zur Wahl an.

Am Pfingstsonnabend geht es sehr früh in den Wald hinaus, um die vorher beim Förster bestellten Birken zu schlagen. Die Birke wird erst durch das Hereinholen zur Pfingstmaie. Am Nachmittag werden die Maien ausgetragen. Jeder Haushalt im Dorf bekommt eine. Voraus geht eine kurze Ansprache des dafür bestimmten wortführenden Burschen sowie ein Ständchen der dieses Ritual bekleidenden Kapelle. Nachdem das Familienoberhaupt den gekränzten Schnaps gekippt hat, gibt es eine kleine Gabe in die Sammelbüchse als Dankeschön für die Maie. Früher wurde beim Empfang vder Maie in der Regel sehr darauf geachtet, dass sich der Stamm nach dem Verblühen als „Wäscheschtewwel“ eignete.

Am ersten Pfingstfeiertag pünktlich um 10.00 Uhr beginnt der Frühschoppen. Er endet genau um 12.00 Uhr. Um 14.00 Uhr trifft sich die Pfingstgesellschaft vor dem Vereinshaus zum Umzug. Dort begrüßt man den Amtmann und Einschenker mit dem uralten Pfingstburschengruß, einem dreifachen „Gut Wetter“. Der Umzug geht durch die festlich geschmückten Dorfstraßen. Hinter der Kapelle marschieren die Läufer und dahinter die Pfingstburschen im weißen Hemd und schwarzer Hose.

Am Abend beginnt der Tanz in der Turnhalle, die sich heute Mehrzweckhalle nennt. Zur allgemeinen Belustigung organisieren die Pfingstburschen einige teilweise sehr gekonnte Einlagen. Die eigentliche Attraktion beginnt aber im Morgengrauen des zweiten Pfingstfeiertages – Pfingstmontag.

Vor Tau und vor Tage ziehen die Läufer in ihrer traditionell bunten Aufmachung durchs Dorf und wecken die Pfingstburschen, indem sie vor den Häusern ihrer Kameraden mit ihren kurzstieligen aber sehr langen Peitschen knallen, bis sich derjenige sehen lässt. Auf dem Festplatz vor der Turnhalle sammeln sich alle und danach geht der bunte Zug in den Wald hinaus.

Dort, auf dem angestammten Fleck gleich am Eingang der Wildbahn, auf einer geschützten Lichtung, beginnt dann das eigentliche Fest der Vertreibung des Winters. Bis 1958 war die Wildbahn der Festplatz für alle drei Pfingstgesellschaften: Ahlsdorf, Hergisdorf und Kreisfeld. Ahlsdorf feierte vorn auf der Wildbahn, Kreisfeld an der Kaisereiche und Hergisdorf etwas weiter hinten an der Försterspitze. Bereits nach dem Pfingsttanz 1958 bekam die Hergisdorfer Pfingstgesellschaft von dem von der SED-Kreisleitung gesteuerten Rat des Kreises Eisleben die rote Karte gezeigt, man durfte nicht mehr im Wald feiern.

Die beiden anderen Pfingstgesellschaften teilten ein Jahr darauf dieses Los mit den Hergisdörfern. Nachdem die SED ihren vermeintlichen Sieg errungen und das Pfingstfest in seiner ursprünglichen Art verboten hatte, hielten die Hergisdörfer Pfingstburschen fest zusammen und taten fünf Jahre gar nichts. Irgendwie brachte die Hergisdörfer Bevölkerung ihren Unmut über dieses Verbot zum Ausdruck. So ist es zu erklären, dass im Jahr 1964 die federführenden Genossen klammheimlich klein beigaben, als sich die Hergisdörfer Pfingstburschen entschlossen hatten, ihr Fest wieder nach altem Brauch zu begehen. Nur wurde den zahllosen Gästen und Freunden des Pfingsttanzes der weite Weg bis zur Försterspitze erspart und der Festplatz etwas nach vorn an die Wildbahn verlegte. Dort beginnt die Vertreibung des Winters durch den Sommer.

Den Sommer verkörpern die in weiß mit vielen bunten Accessoires gekleideten Läufer. Der Winter wird durch die sonderbar verkleideten und bemalten „Dreckschweine“ dargestellt. Auf dem Festplatz befindet sich eine so genannte Suhle, ein Schlammloch. Gleich nach dem Eintreffen beginnt dieses uralte, von allen erwartete Spiel. Pfingstburschen stoßen sich gegenseitig in den Schlamm, bis die Läufer mit ihren langen Peitschen dazwischen fahren und die Burschen aus dem Schlammloch vertreiben.

Immer wieder gelingt es aber den Dreckschweinen in die Kuhle zu springen, bis dann endlich gegen Mittag die Läufer Sieger bleiben und damit der Sommer den Sieg über den Winter davongetragen hat. Mit diesem Sieg ist auch die Erneuerung der Natur und des menschlichen Lebens verbunden.

Die Einwohner des Dorfes und ihre Gäste verzehren ihr mitgebrachtes Frühstück bei einem bis fünf oder zehn Glas Bier. Früher bis in die fünfziger Jahre, als die meisten Grunddörfler noch selbst ein Schwein fütterten und schlachteten, wurde am zweiten Pfingstfeiertag die „Schlackwurst“ angeschnitten, der Schinken übrigens, wenn der Kuckuck das erste Mal gerufen hat. Gegen Mittag geht es gemeinsam wieder ins Dorf, und nach einer kurzen Mittagspause trifft sich alles wieder auf dem Festplatz. Diesmal sind die Pfingstburschen ganz in Weiß gekleidet. Wieder geht es mit Musik durchs Dorf und am Abend trifft sich alles wieder in der Turnhalle.

Am Pfingstdienstag treffen sich die Pfingstburschen zum Eiersammeln mit Musik. Ausgerüstet mit mehreren Wäschekörben geht es nun von Haus zu Haus. Gewöhnlich werden die Pfingstburschen schon erwartet und man bedankt sich bei ihnen mit kleinen Gaben, wie Wurst, Speck, Gurken und eben Eiern, sowie mit diesem und jenem Geldschein. Eigens dazu abgestellte Pfingstburschen braten in einer großen Pfanne Rührei.

Ist der hungrige Rest der Gesellschaft dann eingetroffen, wird nicht sofort mit dem Verzehr begonnen. Erst müssen die neu in die Gesellschaft aufgenommenen und am zweiten Pfingstfeiertag „getauften“ Pfingstburschen auf Erbsen kniend, das Vaterunser fehlerfrei aufsagen. Am Nachmittag laden die Hergisdorfer Pfingstburschen traditionell die Rentner aus beiden Ortsteilen zum Kaffeenachmittag ein. Dieses Angebot wird von den älteren Menschen gern und dankbar angenommen. Man sitzt bei den Pfingstburschen eigenhändig kredenzten Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde bei Musik und Plauderei.

Am Freitag nach Pfingsten trifft sich alles zum Schürzenball. Alle Damen tragen nach altem Brauch Schürzen beim Tanzen. Eine Jury beurteilt die Schürzen und die Besten werden mit Preisen belohnt.

Am Sonnabend nach Pfingsten, hier in den Grunddörfern „Kleinpfingsten“ genannt, wird noch einmal ein großer Umzug durch Dorf veranstaltet. Am Abend trifft sich alles zum Tanz in der Turnhalle. Die Stimmung steigt durch künstlerische Einlagen der Pfingstburschen. Um Mitternacht wird in einem schaurigen Ritual der Pfingsttanz beerdigt, aber der Tanz geht weit bis ins Morgengrauen, so war es der Wille unserer Altvordern.
Der Pfingsttanz war seit Menschengedenken bestimmten Leuten ein Dorn im Auge. Schon früh war es die Kirche, die mit den „Pfingstbiersäufern“ haderte, dann (im Jahre 305 auf dem Konzil von Elvira) das Pfingstfest auf sieben Tage ausdehnte in der Erwartung, sieben Feiertage bedeuten sieben Mal Kirchenbesuch und eben sieben Mal wohl gefüllter Klingelbeutel. Man hatte sich gründlich verrechnet, die Gotteshäuser blieben leer.

Friedrich II., König von Preußen, ließ im Jahre 1773 den dritten Pfingstfeiertag abschaffen, ließ ihn aber dann klammheimlich wieder zu. Er war bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts der Tag der Waldpartie. In den fünfziger Jahren waren es die Bürokraten der SED-Kreisleitung, die gegen den Pfingsttanz wetterten und zumindest einen Teilerfolg verbuchen konnte, in dem sie die drei Pfingstgesellschaften spaltete. Denn nur noch die Hergisdorfer Gesellschaft zieht hinaus auf die Wildbahn.

‼️ 100+2 Jahre SV Teutonia Siersleben ‼️Sportfest 2022 ‼️